Heute bekommen Sie eine Mail ganz außer der Reihe von mir, ohne große Ankündigungen oder aufregende Buch-Neuigkeiten.
Ich weiß, ich weiß. Ich war in diesem Jahr größtenteils abwesend. Ich habe zwar geschrieben, aber bis vor wenigen Wochen war alles unheimlich anstrengend für mich. Ich habe meinen Seelenhund verloren und noch zwei Menschen, und das hat mich sehr ausgelaugt.

Im Moment bin ich in Italien und erhole mich.
Und wissen Sie, was wirklich interessant ist? Eine Reihe kleiner Katastrophen passiert, wie beispielsweise zwei Tage Gewitter am Stück und ein undichtes Dach und undichte Fenster, oder der Rüde der Vermieter nebenan, der jeden Morgen sein Territorium (meine Terrasse) markiert, und… ich merke, wie ich, ich will nicht sagen: aufblühe, aber wie ich wieder zum Leben erwache.
Dinge passieren. Es gibt Schlimmeres. Aber wenn ich kleinere Katastrophen händeln kann, kann ich auch große händeln. Oder umgekehrt, ich bin nicht sicher.
Jeden Morgen ein paar Runden im Pool zu schwimmen und jeden Morgen auf ganz altmodische Weise Kaffee zu kochen hat offenbar meine Lebensgeister genug geweckt, dass ich den frechen Rüden mit einem italienischen Schimpfwort bedenken und wegscheuchen kann, und dass ein oder zwei Sturzbäche im Schlafzimmer keinen Weltuntergang bedeuten. Oder Wildschweine, die hier abends und nachts in den Weinbergen marodieren, die ich meistens nur höre und nur einmal gesehen habe (das Exemplar war riesig, ich schwöre!).

Für mich fast das Beste am Urlaub: ich kann in den Pool springen und dabei die Aussicht genießen. Obwohl…

… Eis vom Weltmeister ist auch nicht zu verachten!

Vielleicht steckt sogar eine Geschichte darin. Wer weiß, vielleicht muss meine übernächste Heldin auch den Boden mit dreißig Handtüchern aufwischen oder ihr Territorium verteidigen! Sie dürfen sich auf einen kleinen Aha-Moment freuen!
Apropos freuen.
Bald – naja, in absehbarer Zeit – erscheint ein Winter-Buch von mir, und vorher bekommen Sie noch eine kleine Überraschung von mir. Und um das Thema „Freude“ auf angemessene Weise zu beenden: Ich schreibe mit voller Kraft und schnell wie der Blitz bereits am nächsten Buch, und es gibt Momente, in denen ich laut lache beim Schreiben. Stellen Sie sich vor, wie ich die Faust in den Himmel recke und triumphierend „JA!“ rufe.
Und… am 4. Oktober bekommen wir Zuwachs auf vier Pfoten. Er ist pechschwarz und ein sehr sehr hübscher Kerl mit einer grauen Schnute, passend zu Trude:



Trude braucht selbstverständlich ihre eigene Liege, auch in der Toskana.
Danke, dass Sie da sind, liebe Leserinnen.
Alles Liebe,
Emmi

